Opel Manta B

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Die Produktion des Manta B begann nach den Werksferien im August 1975.
Wie sein Vorgänger war auch er wieder die Coupé-Variante des gleichzeitig vorgestellten Ascona B und war mit ihm technisch weitgehend gleich. Beide Modelle basierten auf der Bodengruppe ihrer Vorgänger, der GM-H-Plattform, die für diese Generation von Fahrzeugen überarbeitet wurde.
Der Manta B hatte einen längeren Radstand und eine gestrecktere Form, große Rechteck-Scheinwerfer und einen in die Karosserie integrierten Überrollbügel. Zunächst gab es die Ausführungen Manta, Manta L, Manta Berlinetta, Manta SR und Manta GT/E, die – Stand 07/1976 – zu Grundpreisen von 11.560 bis 14.745 DM angeboten wurden. Die Motorisierungen reichten von 40 kW (55 PS) beim 1,2 N bis zu 77 kW (105 PS) im 1,9 E des GT/E. Äußerliche Merkmale des GT/E waren wieder der serienmäßige Frontspoiler, die mattschwarz lackierte Motorhaube und schwarze Fensterumrandungen. Er hatte ein sportliches Fahrwerk mit Gasdruck-Stoßdämpfern. Es gab ein Sportlenkrad sowie zusätzliche Instrumente. Beim Manta SR war nur der mittlere Bereich der Motorhaube schwarz lackiert.
Die Werbekampagne zum Verkaufsstart erwies sich als peinlicher Flop. Opel hatte Anzeigen mit Texten wie „Ich träumte, ich hätte im neuen Opel Manta dem Champion den Grandprix abgejagt“ oder „Ich träumte, ich wäre im neuen Opel Manta mit Caroline durch Monaco gefahren“ schalten lassen. Als daraufhin zahlreiche potentielle Kunden an Opel schrieben, dass sie sich wegen dieser Werbung den Manta nicht kaufen würden, weil sie fürchteten, sich mit diesem Auto lächerlich zu machen, wurde diese Werbung eingestellt.

Am Anfang sah die Entwicklung gar keinen Manta vor und er ist dann auf ungewöhnliche Weise entstanden: Opel plante einen Kadett-Nachfolger, wobei die Baureihe erneut ein Coupé mit dem Vorderwagen der Limousine umfassen sollte. Als Reaktion auf das Erscheinen des Capri entschied der Opel-Vorstand im Frühjahr 1969, aus dem geplanten Kadett eine größere Baureihe zu konstruieren, wobei das Coupé eine eigenständige Karosserie und einen eigenen Namen bekommen sollte. Das Debüt des Kadett-Nachfolgers verzögerte sich daraufhin bis 1973.[1]
Ausgehend vom Entwurf für ein Kadett Coupé kreierte George Gallion im Sommer 1969 binnen sechs Wochen eine Coupé-Karosserie. Dem Trend folgend erhielt sie eine lange Front, man sprach von „Long Nose“, wozu man am Ford Capri die Länge von der Vordertürkante bis zur vorderen Stoßstange bestimmte und sich an diesen Maß orientiere. Da bis zum Produktionsbeginn nicht einmal ein Jahr lag, konnten keine speziellen Leuchten entworfen werden, ihre Konstruktion und Zulassungsprozedur hätte zu lange gedauert. Deswegen nahm man Standard-Rundscheinwerfer und die vorderen Blinkleuchten des Opel Olympia.[2]

Produktionszeitraum
1975–1988
Karosserieversionen
CoupéKombicoupé
Motoren
Ottomotoren:
1,2–2,4 Liter
(40–106 kW)
Länge
4450 mm
Breite
1670–1700 mm
Höhe
1330 mm
Radstand
2520 mm
Leergewicht
1000–1065 kg